Am 6. März lud die „Brucklyn Big Band“ zur Premiere ihres neuen Programms “Best of Quincy Jones” ins Brucker Stadttheater. Und huldigte damit auf eindrucksvolle Weise einem Musiker des vergangenen Jahrhunderts, der mit 28 Grammys Begleiter und Urvater von Weltstars wie zum Beispiel Michael Jackson war. – Aber wer denkt schon bei Frank Sinatra oder Michael Jackson an einen Jazztrompeter?
Ein solcher war Quincy Jones, der als Musiker mit Count Basie, Sarah Vaughan, Duke Ellington und Gene Krupa unterwegs war bevor ihm seine Gesundheit einen Streich spielte und er danach als Produzent Furore machte.
Bekannt wurde Jones vor allem für seine Arbeit als Produzent von Michael Jackson, den er Ende der 1970er Jahre traf und für den er einige seiner erfolgreichsten Alben, nämlich Off the Wall, Thriller und Bad, produzierte.
Für mich ist das Programm der „ Brucklyn Big Band“ eine Spur zu Pop-lastig. Ein bisschen mehr Jazz hätte mir gut gefallen. Aber mir taugte auch diese Hommage an Quincy Jones. Peter Windholz war für mich ein überraschend großartiger Interpret des Michael Jackson-Hits „Billie Jean“ und auch Susanne Hell war bei „Thriller“ sehr gut drauf.
Erfrischend die Arrangements der Songs mit manchmal schrägen Posaunen, überraschenden Trompeten-Einwürfen und beachtlichen Saxofon-Soli. Ein Qualitätskriterium: Die Rhythmus-Truppe um Schlagzeuger Jaro Gregorovich. Die Truppe mit Peter Windholz an den Combos macht schon was her! Ich liebe Big Band Sound. Die „Brucklyn Big Band“ kommt dem Ideal ziemlich nahe.
Location und Service
Da es müßig ist, über das Desaster Brucker Veranstaltungsstätten zu schreiben (siehe frühere Kritiken), noch ein Wort zum Leiter der „Brucklyn Big Band“, Christian Sutrich: Seine Moderation mit Charme und Witz ist ein zusätzliches + für diesen Abend wert.