Datum

02.Aug 2024

Uhrzeit

19:30

Maria Bill

„I mecht so gern landen, mecht in deiner NĂ€he bleib’n“. – Ein Lied und ein StĂŒck Wiener Zeitgeschichte. Es ist der sehnsuchtsvolle Versuch von Maria Bill ihr ureigenes LebensgefĂŒhl in einer selbst komponierten Melodie und mit eigenen Worten auszudrĂŒcken: ihre Lust, ihre Ängste, ihre Traurigkeit und ihre ĂŒberbordende Freude, mit der sie ihr Publikum beglĂŒckt und im Sturm erobert.

Das war 1983. Diesem ersten Hit sollten noch viele folgen: „Der letzte G’spritzte“, „Kaktus“,“CafĂ© de Flore“ „Fluchtachtel“ oder „Jung und schön“. Lieder, die junge Menschen heute neugierig aufhorchen lassen, und die meine Generation zurĂŒckbeamen in eine pralle, vielfĂ€ltig-bunte Szene mit freien Theatergruppen, dem blĂŒhenden Schauspielhaus des Hans Gratzer und aufstrebenden österreichischen Popstars – von Marianne Mendt ĂŒber Ambros und Danzer bis zu – ja eben Maria Bill.

Sie war sofort mitten drin. Mit einer goldenen LP gleich zum Start und sechs weiteren CDs in den folgenden Jahren. RĂŒckblickend lĂ€sst sich sagen: mit ihrer speziellen Poesie, der IntensitĂ€t ihrer Stimme und dem Stil ihrer Lieder hat die Wiener Schauspielerin und SĂ€ngerin mit Schweizer Wurzeln ein eigenes Genre geschaffen: Das Austro-Chanson.

Weil es aber immer anders ist, ein Lied zu hören als SĂ€tze nachzulesen, darĂŒber nachzudenken oder Melodien selbst zuspielen und zu singen, ist nur es konsequent, sich ein richtiges Liederbuch mit Noten, Texten und auch Bildern von der Bill zu wĂŒnschen.

Wer sie kennt, weiß es: Sie ist kein Kind von Traurigkeit. Mit gebĂŒndelter Energie, Fantasie und Leidenschaft stĂŒrzt sie sich in alle ihre Projekte und erreicht die Menschen – genau deshalb. Und nun hat sie ihre liebsten Lieder zu Papier gebracht. Beim DurchblĂ€ttern wird es deutlich: Maria Bill hat „Chansons“ geschrieben wie andere TagebĂŒcher. Diese erzĂ€hlen zwar nicht ihre Lebensgeschichte, aber sie bilden die Folie aus all den Emotionen, – ihrem HochgefĂŒhl, das in LuftsprĂŒngen explodiert, der Leichtigkeit des Seins und den SturzflĂŒgen, die eine Biografie begleiten.

Maria Bill gibt sich immer ganz. Ob sie nun zu Hause schreibt oder auf der BĂŒhne singt oder sich fĂŒr eine Idee begeistert: Sie brennt wie eine Kerze, aber an beiden Enden. Bei Jacques Lecoq in Paris hat sie die Kunst ein Clown zu sein gelernt. Und: Sie hat diesen Clown genauso verinnerlicht wie die SeiltĂ€nzerin zwischen den Welten. Maria Bill ist und bleibt eine „Artistin unter der Theaterkuppel“, die sich nie scheut auf dem Seil der GefĂŒhle zu tanzen: mit ihrem Spiel, ihrer Stimme, ihren Songs. Sie hat vielleicht Angst, aber die hĂ€lt sie nicht ab, sich ungebremst auf die Hochschaubahn von Leben und Lieben einzulassen. Das vermitteln ihre Lieder und machen sie so kostbar.

Karten auf Oeticket oder in der Trafik Steinböck in Mannersdorf erhÀltlich.

 

 

Veranstaltungsort

Kloster St. Anna im Naturpark WĂŒste Mannersdorf am Leithagebirge

Veranstalter

Gemeinde Mannersdorf
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